Forum Platt Wer sind wir?
Was wollen wir?
Zielsetzungen
Kann man da vielleicht mitmachen?
Vereinsgeschichte
Kontaktadressen
 

 

Wer sind wir?

Der Verein "Forum Platt" wurde im Jänner 1999 von alteingesessenen und "zugrasten" Plattern gegründet. Obmann Josef Pfeifer und seine Stellvertreter werden von einem Vorstand unterstützt, der sich aus begeisterten Wissenschaftern und engagierten Plattern zusammensetzt. Mittlerweile haben wir schon viele hunderte Mitglieder aus nah und fern.

 

Was wollen wir?

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Forschung und die Erwachsenenbildung (insbesondere für Archäologie, Geschichte und Kunstgeschichte, Architektur und einschlägige Fachgebiete) sowie die Archivierung als Grundlage für weitere wissenschaftliche Forschungen (Ulrichsforschung, Schlosssuche...). Seine Tätigkeit erstreckt sich auf das österreichische Bundesgebiet, insbesondere auf das Gebiet des Bundeslandes Niederösterreich und für den Fall von grenzüberschreitendenn Projekten (z. B. LEADER +, INTERREG) auf ganz Europa.
Von Juni 1999 bis Anfang 2007 hatte das "Forum Platt " die Trägerschaft des Projektes "Fürstensitz - Keltenstadt" Sandberg inne.
Die Projektträgerschaft wurde 2007 dem neu gegründeten Verein Keltenforschung Roseldorf "Fürstensitz - Keltenstadt" Sandberg übertragen.
Siehe: www.keltenforschung-roseldorf.at

 

Zielsetzungen - und was das "Forum Platt" schon erreicht hat

Unser Verein versteht sich als offenes Forum für alle Geschichts - und Kulturinteressierten, die mehr über ihre Heimat wissen wollen, denn Platt besitzt neben seiner idyllischen Lage am Nordhang des Sandberges, seinen schönen Kellergassen und der stattlichen Ulrichskirche eine etwa 7.000jährige Besiedlungsgeschichte, geheimnisvolle Erdställe und ein auf mysteriöse Weise im Boden versunkenes Schloss. Indem wir uns mit der archäologisch und historisch erfassbaren Vergangenheit des Ortes und seiner näheren Umgebung beschäftigen und Ergebnisse dieser Suche einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren wollen, versuchen wir auch, den "sanften Tourismus" in dieser bisher eher vernachlässigten Ecke des "Retzer Landes" anzukurbeln.

Schon im Zuge der ersten historischen Nachforschungen - noch vor der eigentlichen Vereinsgründung 1999 - stellte sich heraus, dass das Platter Gebiet eine sehr bedeutende archäologische Fundstelle beherbergt, nämlich auf etwa 22ha Fläche die größte keltische Freilandsiedlung Österreichs, gelegen auf der zum Nachbarort Roseldorf gehörenden Flur "Bodenfeld" am Südosthang des Sandberges. Diese nie überbaute und daher komplett erhaltene Siedlung aus der späten Eisenzeit (= Latènezeit) besaß u. a. eine bedeutende Münzprägestätte ("der bedeutendste Fundort von Keltenmünzen aus ganz Österreich" nach Günther Dembski), wo auch Fälschungen hergestellt wurden, und weitreichende Handelsbeziehungen bis nach Bayern (Raum um Manching) und ins Rheinland, in den pannonisch- ungarischen Raum und in die Gegend von Prag. Da diese von illegalen Münzsuchern zunehmend gefährdete Fundstelle auch im Mittelpunkt des Forschungsinteresses des Wiener Numismatikers Dr. Günther Dembski und der Prähistorikerin Dr. Veronika Holzer steht, lag es nahe, beide Wissenschafter in den Vereinsvorstand einzubinden, um gemeinsam ein Projekt zur näheren Erforschung der Keltensiedlung auszuarbeiten und die dafür dringend nötigen finanziellen Mittel aufzutreiben.

Hier half Dr. Hannes Bauer, der das Potential unseres Vorhabens für die dafür zuständigen Gemeinden im Schmida- und Pulkautal sowohl in wirtschaftlicher als auch kulturpolitischer Hinsicht erkannte: das Land NÖ bezahlte zunächst die Kosten (einige hunderttausend ATS) einer geomagnetischen Prospektion mittels hochauflösendem Cäsiumgradiometer, durchgeführt vom Team des Dr. Wolfgang Neubauer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Wien = ZAMG, Archeo Prospections. (Näheres über die Methode der magnetischen Prospektion in der Archäologie unter: www.univie.ac.at/Projekte/Idea/Prosp/)   W. Neubauer, I. Schöndorfer und F. Hnizdo mit Cäsiumgradiometer. Geomagnetische Messung in Platt © Josef Messirek

Dabei konnten die Gesamtfläche des Roseldorfer Siedlungsareals und einige Platter Flurbereiche zerstörungsfrei auf archäologisch relevante Spuren (Gräben, Gruben, Öfen, Feuerstellen, Pfosten, Schwellbalken etc.) im Boden untersucht werden. Die erfolgreichen Messungen ergaben für die Keltensiedlung u. a. den Nachweis von insgesamt 449 Grubenhäusern, eines Begrenzungsgrabens und weiterer interessanter Details.

P. Melichar, H. Bauer, J. Pfeifer, W. Neubauer, F. Hnizdo mit Plan Keltensiedlung Roseldorf © Josef Messirek   Das "Forum Platt" beschloss daraufhin ein 5jähriges Forschungsprojekt "Keltensiedlung Sandberg" zu initiieren, mit einer jährlichen Grabungskampagne im Sommer und anschließender Fund- und Befundauswertung.

Näheres unter:
www.keltenforschung-roseldorf.at
www.argis.at/argis_neu/sandberg.html

Mittlerweile konnten im Zuge des Forschungsprojektes "Fürstensitz - Keltenstadt" Sandberg bereits 7 sehr erfolgreiche Grabungskampagnen durchgeführt werden, 2001 im Siedlungsbereich, 2002 - 2006 im großen Heiligtum, 2006 - 2007 wurde die komplette Freilegung von 2 weiteren kleineren Heiligtümern abgeschlossen.
Eine interessante Machbarkeitsstudie für die touristische Aufbereitung der Funde und Befunde bzw. der Region liegt vor, weitere Gespräche mit den betroffenen Gemeinden und dem Land NÖ werden zeigen, welche Punkte umgesetzt werden können. Siehe: Ereignisse.
 

Zu den weiteren Vorhaben des Vereines zählen v. a. Nachforschungen bezüglich des heute verschwundenen, aber noch 1643 urkundlich bezeugten Platter "Schlosses mit klainer Capell". Hier steht besonders die Frage nach dem einstigen Standort im Mittelpunkt des Interesses. Derzeit deuten alle Hinweise darauf hin, dass sich besagter Bau im Bereich des heutigen Platter Ortsangers befunden hat; dafür sprechen die historischen Quellen, aber auch radiästhetische Untersuchungen.

Siehe:   PDFArtikel über das Platter Schloss von Dr. Ilse Schöndorfer [ 53 KB]
PDFBericht über einige Tafeln eines Ulrichsaltares im Wiener Schottenstift, der vermutlich aus der alten Ulrichskapelle in Platt stammt. Von Dr. Ilse Schöndorfer [ca. 1,4 MB]

Wahrend das "Forum Platt" den wissenschaftlichen Teil der Vereinsarbeit abdeckt, laufen alle touristischen Aktivitäten über den Verein "Forum Sandberg".


 

Kann man da vielleicht mitmachen?

Natürlich brauchen wir jede Hilfe! Wir freuen uns ueber Ihre Ideen, Anregungen, "handwerkliche" Unterstuetzung und vor allem ueber neue Vereinsmitglieder.

 

Wie kann man Mitglied des "Forums Platt" werden?

Jeder, der unsere Anliegen unterstützen und damit eine Belebung der Region bewirken will, kann Mitglied im "Forum Platt" werden. Der jährliche Mitgliedsbeitrag für ordentliche Mitglieder - es gibt auch die Möglichkeit, als ausserordentliches Mitglied die Vereinstätigkeit durch die Zahlung eines erhöhten Beitrages von mindestens 40 Euro jährlich zu fördern - beträgt 10 Euro.

Siehe: Beitrittserklärung

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen, die uns in den letzten Jahren schon großzügig unterstützt haben, ganz herzlich bedanken.

Alle Mitglieder erhalten mehrmals jährlich unsere schriftlichen Mitteilungen.

Um Mitglied zu werden, wenden Sie sich bitte an unseren Obmann, Hr. Ök.- Rat J. Pfeifer.

Teilen Sie uns auch Ihre Meinungen, Wünsche und Anregungen bzw. auch, falls vorhanden, Beschwerden mit, wir sind für jede Art von Mitarbeit dankbar!

Siehe: Kontaktadressen

 

 

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